InKuBa

Zukunftsweisendes Qualifizierungsnetzwerk für Innovation und Fortschritt

Innovative Ideen und stetige Weiterentwicklung sind für Betriebe der Kunststoffverarbeitungs-Branche das A und O, um sich gegen die Konkurrenz behaupten zu können. Voraussetzung dafür ist allerdings die genaue Kenntnis der Trends in Wirtschaft und Forschung. Genau hat InKuBa angesetzt!

InKuBa steht für „Neueste Entwicklungen / Methoden für die Auslegung von intelligenten Kunststoff- und Hybridbauteilen“ und förderte als Qualifizierungsnetzwerk Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Groß-, Mittel- und Kleinunternehmen durch die Vermittlung von innovativen Lösungsansätzen sowie regte einen intensiven Erfahrungsaustausch unter den Betrieben und Universitäten an.

Qualifizierungsnetzwerk stärkt Innovationskompetenz von Unternehmen

Im August 2016 genehmigte die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft FFG das Qualifizierungsnetzwerk „InKuBa – Neueste Entwicklungen / Methoden für die Auslegung von intelligenten Kunststoff- und Hybridbauteilen“ mit einem gesamten Projektvolumen von 618.000 EUR. Insgesamt waren unter der wissenschaftlichen Leitung des Lehrstuhls für Spritzgießen von Kunststoffen an der Montanuniversität Leoben in Zusammenarbeit mit dem Kompetenzverbund Kunststoffbauteil Leoben (KVKL) 18 Projektpartner beteiligt, darunter die Technische Universität Wien und die Johannes Kepler Universität Linz als wissenschaftliche Partner sowie 15 Unternehmen der österreichischen Kunststofferzeugenden und -verarbeitenden Branche, vom kleinen Ingenieurbüro bis zum Hersteller von industriellen Fertigungsanlagen. Die Unternehmen erhielten je nach Größe eine Förderung von 50-70 % der während der Ausbildung für die Unternehmen entstehenden Kosten. Die Ausbildung selbst war für die teilnehmenden Unternehmen kostenlos. 

FFG

Fundierte Theorie und praktische Einheiten für optimalen Know-how-Transfer

Die Unternehmenspartner stellten insgesamt 30 Schulungsteilnehmerinnen und -teilnehmer, die in fünf Ausbildungsmodulen Kenntnisse in den unterschiedlichsten Bereichen der Kunststoffverarbeitung und -prüfung vermittelt bekamen: Mit Werkstoffen und Nachhaltigkeit beschäftigte sich der erste Ausbildungsblock, im zweiten wurde auf die systematische Entwicklung von Bauteilen und im dritten auf integrative Simulation eingegangen – alle drei Module wurden an der Montanuniversität Leoben abgehalten. Der vierte Block wurde von der JKU Linz organisiert und dort abgehalten, er bot einen umfassenden Einblick in neue Fertigungstechniken für Großserien. Den Abschluss bildete das Modul „Additive Fertigung“, welches wieder an der Montanuniversität Leoben durchgeführt wurde und sich mit Möglichkeiten der generativen Fertigung für geringe Stückzahlen befasste. 

Zertifizierte Kompetenz

Anfang 2018 beenden die Schulungsteilnehmerinnen und -teilnehmer die Qualifizierungsmaßnahme InKuBa mit einem doppelten Kompetenznachweis: Zum einem müssen sie ihr Anwendungsprojekt in einer Präsentation darstellen, zum anderen werden die erworbenen Kenntnisse bei einer Befragung durch eine Kommission abgeprüft. Liegen sensible Entwicklungsprojekte vor, können die Ergebnisse des Anwendungsprojektes auch anonymisiert präsentiert werden. Nach erfolgreichem Nachweis ihrer Kompetenz, erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein Zertifikat nach ISO 17024 von einer akkreditieren Zertifizierungsstelle. Durch diese Personenzertifizierung wird die Qualifizierungsmaßnahme nicht nur firmenintern, sondern auch -extern sichtbar. 

Nach dem Projekt ist vor dem Universitätslehrgang

InKuBa soll nachhaltig und zukunftsweisend sein. Mittelfristig soll aus dem Projekt der stark praxisbezogene Universitätslehrgang „Innovative Kunststoffbauteile“ an der Montanuniversität Leoben entstehen, der GUs und KMUs der Kunststoff- und Hybridwerkstoff-Branche sowie deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter befähigen soll, Trends zu erkennen, innovative Lösungen zu entwickeln und Projekte gezielt umzusetzen. 

Technologietreiber fordern innovative Lösungen

Allen voran die Automotive-, Elektronik- und Mechatronik-Branche sowie die Lifesciences fordern von ihren Zulieferern kontinuierlich innovative Lösungen aus Kunststoff- und Hybridbauteilen und können damit zu Recht als die wichtigsten Technologietreiber in diesem Wirtschaftssektor bezeichnet werden. Die Entwickler und Hersteller von Elementen aus Kunst- und Verbundwerkstoffen stehen daher vor der Herausforderung, die Tendenzen in Wirtschaft und Forschung genauestens zu beobachten, um Neuerungen schnellstmöglich aufgreifen und in die eigenen Produkte integrieren zu können. Nur so können Betriebe im globalen Wettbewerb bestehen. 

Marktforschung als Stolperstein für KMUs

Großangelegte Marktforschung ist selbst für Großunternehmen eine erhebliche Herausforderung, für KMUs, also Klein- und Mittelbetriebe, stellt Marktbeobachtung oftmals eine schier unlösbare Problematik dar, bedeuten sie doch den Einsatz erheblicher (Personal-) Ressourcen. Verfügen aber schon einige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Betrieb über eine spezielle, maßgeschneiderte Ausbildung und interdisziplinäres Know-how, können sie helfen diese Stolperscheine aus dem Weg zu räumen.

Das Projektkonsortium

Insgesamt nahmen 18 Partner am Projekt teil, darunter 3 wissenschaftliche Partner, 6 kleine Unternehmen (KU), 3 mittlere Unternehmen (MU) und 6 Großunternehmen (GU) 

Wissenschaftliche Partner

  • Montanuniversität Leoben - Lehrstuhl für Spritzgießen von Kunststoffen und die Lehrstühle Chemie der Kunststoffe, Konstruieren in Kunst- und Verbundstoffen, Kunststoffverarbeitung, Verarbeitung von Verbundwerkstoffen, Werkstoffkunde und Prüfung der Kunststoffe sowie das Institut für Maschinenbau und das Außeninstitut der Montanuniversität
  • Technische Universität Wien - Institut für Werkstoffwissenschaft und Werkstofftechnologie
  • Universität Linz - Institut für Polymer-Spritzgießtechnik und Prozessautomatisierung

  Unternehmenspartner

  • ANTEMO Anlagen & Teilefertigung GmbH
  • Oberhumer Klaus und Partner Gesellschaft m.b.H.
  • KSZ GmbH
  • Schöfer GmbH
  • Miraplast Kunststoffverarbeitungsgesellschaft m.b.H.
  • Jabil Circuit Austria GmbH
  • Seletec Plastic Products GmbH & Co.KG
  • KEBA AG
  • IB STEINER
  • PADESIGN/product & automotive design e.U.
  • SWARCO FUTURIT Verkehrssignalsysteme Ges.m.b.H.
  • Joh. Fuchs & Sohn Gesellschaft m.b.H.
  • Wild GmbH
  • FT-TEC GmbH
  • Philips Austria GmbH